„DAS ENDE DES FEGEFEUERS“

Autorenlesung zur Reformationszeit

BuchcoverFegefeuers

Wie die Reformation von Wittenberg nach Eppstein kam erzählte Wolfgang Ulrich in seinem historischen Roman, aus dem er am Donnerstag, den 16. März um 19.00 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Berliner Straße 58 vorlas.

Wenige Jahre nach dem Aufstand Martin Luthers gegen Kaiser und Papst erlebt der Pfarrer Jakob Probus eine unruhige Zeit in der Stadt Eppstein, deren Herrschaft geteilt ist in einen neuen hessischen Teil, der von Landgraf Philipp lutherisch bestimmt wird und einen alten katholischen Teil, der zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation gehört. Pfarrer Jakob Probus musste sich entscheiden und ist jetzt auf dem Weg, Lutheraner zu werden. Die Geschichte vom Ende des Fegefeuers in Eppstein wird von Markus Reinhard erzählt, einem Mitarbeiter des großen Renaissancemalers Lucas Cranach in Wittenberg. Cranach, eng befreundet mit Martin Luther, hat Markus Reinhard auf eine gefährliche Reise geschickt, um ein Auftragsgemälde beim Erzbischof  Albrecht von Brandenburg in Mainz abzuliefern. Auf dieser Reise lernt er den Pfarrer Jakob Probus kennen und erlebt  zusammen mit ihm in Eppstein das Ende der Gaunereien der dortigen Geistlichen. Am schlimmsten unter ihnen ist Kaplan Jörg, der sich die Läuterung der Seelen mit Spenden für seine Beichtzettel erkaufen lässt. Wie können die Eppsteiner sich gegen Kaplan Jörg und seine schlimmen Geschichten vom Fegefeuer wehren? Da geht es um unendliche Qualen, Drangsale, Teufel, Verbrennungen, Streckbettfolter und das „Stopfen“, das Zwangsfüttern von Menschen mit Speisen, die sie nicht mögen.
Der Autor hatte zwei Jahre sorgfältig recherchiert. Bauliche, politische und gesellschaftliche Details flossen in die Erzählung ein. Es gab einfühlsame Beschreibungen der Charaktere, wie etwa die des reichen, aber kinderlosen Mühlenbesitzers Solms, der sich um seinen Lebenswandel sorgt oder die des Eindrucks, den Markus Reinhard von Martin Luther gewinnt. Der Roman endete mit einer Original-Tischrede Martin Luthers, nachdem Markus Reinhard berichtet hat, wie in Eppstein die vier Geistlichen der Altkirche vertrieben worden sind.

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