Liebe Leserinnen und Leser,

Am 31. Oktober 1517 heftete Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Am Reformationstag erinnern wir uns daran, weil dieses Ereignis Auslöser der Reformation war. Martin Luther hat für sich und die Kirche wieder entdeckt, was das Wesentliche des Glaubens ist.

Als Luther eine angesehene Persönlichkeit geworden war, legte er sich ein Familienwappen zu. Dieses sollte zeigen, was ihn im Leben getragen hatte. Die Lutherrose enthält in ihrem Inneren ein schwarzes Kreuz in einem roten Herzen. Luther sagte einmal: „Woran du dein Herze hängst, das ist dein Gott.“ Luther will damit zeigen, dass das Kreuz Jesu für ihn das Wichtigste in seinem Leben ist. Das Kreuz soll deutlich machen: Jesus starb, weil er die Menschen liebte. Er stirbt, damit wir leben können.

Herz und Kreuz bilden das Innere einer weißen Rose. Weiß ist die Farbe des Geistes. Das menschliche Herz aus Fleisch ist umgeben von dem Geist Jesu. Weiß ist aber auch die Farbe der Engel. Luther glaubte, dass er von guten Mächten umgeben ist. Herz, Kreuz und Rosenblätter sind in ein himmelblaues Feld eingebettet. Luther glaubte: Wohin ich auch komme, bin ich immer unter dem Himmel Gottes. Gott umgibt mich von allen Seiten. Die gesamte Lutherrose ist umschlossen von einem goldenen Ring. Gold ist die Farbe für das Göttliche. Der Ring hat keinen Anfang und kein Ende, genau wie die Liebe Gottes. Die Liebe legt sich um das Ganze herum, um zusammenzuhalten, was ohne sie auseinanderfallen würde.

Auch 500 Jahre nach dem Anschlagen der 95 Thesen, haben die Glaubensüberzeugungen Martin Luthers nichts von Ihrer Kraft und Bedeutung verloren. Deshalb begehen wir auch in diesem Jahr wieder den Reformationstag mit einem Gottesdienst. Wir gehen auf Spurensuche nach dem Kern unseres Glaubens.

Ihr Pfarrer Eckhard Sckell

 

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