Fragen und Antworten

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Warum wir das Evangelische Gemeindezentrum umgebaut und umgestaltet haben:

Warum wird überhaupt umgebaut?

Wir machen das Haus zukunftsfähig und gestalten es für zukünftige Aufgaben um. Nach über 45 Jahren braucht das Haus einige Sanierungen. Darum müssen wir handeln. Wir möchten das Haus auch ökologisch auf neueren Stand bringen. Die Energiekosten müssen sinken, damit wir mehr Geld für die Gemeindearbeit verwenden können. Das Gebäude ist ein Kunstobjekt, das alltagstauglich gemacht werden muss. Dazu gehört auch, das Haus barrierefrei umzugestalten.

Was verändert sich?

Der Kindergarten wird in das Hauptgebäude integriert. Ein Teil des Hauptgebäudes wird zu Räumen für den Kindergarten umgestaltet. Einige weitere Räume können gemeinsam genutzt werden. Die freiwerdende Fläche wird veräußert. Ein Gemeindezentrum auf kleinerer Grundfläche ist für die künftige Nutzung effizienter.

Kann ich mir die Umbaupläne anschauen?

Die Pläne und einige Animationen finden Sie hier.

Wann wird gebaut und wie lange wird es dauern?

Der Bau soll Ende März 2022 fertig sein.

Wird der Kindergarten geschlossen?

Nein. Unsere Planungen sehen vor, dass zunächst das Hauptgebäude umgebaut wird und bis zum Abschluss des Umbaus das bisherige Kindergartengebäude nutzt.

Wäre ein Komplettabriss und Neubau nicht billiger und besser gewesen?

Nein. Das Gebäude ist solide gebaut und architektonisch besonders. Ein Neubau wäre teuer geworden.

Hat man über alternative Gebäude im Ort nachgedacht?

Ja schon. Allerdings hat uns der jetzige Standort mitten in Dörnigheim in Nachbarschaft wichtiger öffentlicher Einrichtungen überzeugt. Andere in Betracht kommende Gebäude müssten auch saniert und barrierefrei umgebaut werden. Das EGZ soll Stadtteilzentrum bleiben. Das markante, architektonisch besondere Gebäude erscheint uns in seiner Grundform erhaltenswert.

Wie ist es mit Staub, Lärm und Dreck?

Während der Bauzeit sind Lärm und Dreck unvermeidlich. Wir werden auf die Nachbarschaft so gut wie möglich Rücksicht nehmen und Absprachen treffen.

Wie wird die Sanierung finanziert?

Die Kirchengemeinde muss dazu einen Teil ihrer Grundstücke verkaufen, um den Hauptteil der Finanzierung aufzubringen. Für den Verkauf des Grundstück an der Berliner Straße haben wir 2,1 Mio erhalten, für den Verkauf des Grundstücks an der Hermann-Lön-Straße 750.000 Euro. Die Kirchengemeinde erhält außerdem Zuschüsse von der Landeskirche, aus Energiespar- und Inklusionsfonds von gut 300.000 Euro.  Die Kosten des Umbaus werden gut 3 Mio betragen und die Einnahmen übersteigen. Die Finanzierungslücke muss aus Spenden und über zinslose Darlehen der Landeskirche finanziert werden. Baurücklagen hatte die Kirchengemeinde leider nicht.

Warum hat die Kirchengemeinde kein Geld?

Das EGZ wurde Anfang der siebziger Jahre überdimensioniert gebaut. Man ging davon aus, dass Dörnigheim weiterwachsen würde. Die hohen Unterhaltungskosten verhinderten die Bildung von Rücklagen. Ein Großteil der Kirchensteuern floss in notwendige sozialdiakonische Arbeit. Die Kirchensteuereinnahmen werden heute entsprechend der Zahl der Gemeindeglieder verteilt, davon hat die Evangelische Kirchengemeinde Dörnigheim derzeit nur 3.800. Wir sind Teil der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, deren Kirchensteueraufkommen pro Kirchenmitglied nur halb so groß ist wie das der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Nassau, zu der z.B. Frankfurt gehört.

Wer kauft das Gelände am EGZ und was wird dort gebaut?

Die Fischer Smits Wohnen GmbH aus Eschborn hat das Gelände gekauft und wird dort vier Gebäude mit zweieihalb Geschossen und Tiefgarage erstellen. Ein Mehrgenerationenwohnen ist vorgesehen für Senioren, Familien auch mit mehreren Kindern und für Singles, teilweise rollstuhlgerecht. Die Käuferin wird darüber selbst genauer informieren.

Warum braucht die schrumpfende Gemeinde überhaupt ein Gemeindezentrum?

Die Evangelische Kirchengemeinde ist mit ihrem EGZ in Dörnigheim von großer Bedeutung (siehe oben). Viele Veranstaltungen sprechen Menschen über die Gemeindegrenzen hinaus an. Wir möchten weiterhin unseren Beitrag für das Gemeinwesen leisten und Raum dafür bieten.

Werden unsere Angebote reduziert?

Nein, aber bei Großveranstaltungen werden wir das neue Raumkonzept berücksichtigen müssen.

Können alle Nutzer weiterhin Räume mieten?

Auch in Zukunft werden wir Räume vermieten. Nähere Informationen

Bleibt das Pfarrhaus am EGZ bestehen?

Ja, wegen der zentralen Lage.

Gibt es Partner (Kirchen/Vereine/Organisationen) für die Gebäudenutzung?

Wir arbeiten im EGZ mit dem VdK, DRK, der Bürgerhilfe und weiteren Nutzern für Einzelveranstaltungen zusammen. Wir würden uns über weitere Partner freuen.