Morgenlied

Gedanken zum Sonntag 12. Juli (Fünfter nach Trinitatis) von Pfarrerin Ines Fetzer

Fetzer

Den Tag mit einem Lied beginnen, für viele Menschen war und ist das selbstverständlich. Ob sie nun selbst unter der Dusche ein Lied anstimmen oder erstmal mit der Kaffeemaschine das Radio anschalten. Mit Musik in den Tag geht es leichter. Morgenlieder sind auch in der Kirche beliebt, wenn auch aus anderem Grund.

Den Morgen mit Lob und Dank zu beginnen, ist mehr als eine schöne Angewohnheit. Es ist das Wissen um die Schutzbedürftigkeit des Lebens und der Dank an den, der unser Leben bewahrt, der Dank an Gott. Die Nacht ist die Zeit der Ungewissheit, der Dunkelheit, der Angst, die Zeit in der ich auf mich selbst zurückgeworfen bin. Wie sehr sehnt den Morgen herbei, der nachts nicht schlafen kann. So manches Monster verschwindet, wenn die Sonne erscheint. Bei Lichte besehen sieht vieles anders aus. Dankbar schauen wir zum Himmel. "Die Sonne steigt mit Glanz empor, betritt nun Gottes Bahn. Sie strahlt so hell in unsre Welt, erweckt nun Tal und Feld," dichtet Helene Streck in ihrem Choral und beschreibt wie alles was lebt von Gott geweckt sein Morgenlob anstimmt. Wer die Sonne so aufgehen sieht, dem fällt es leicht in dieses Lob einzustimmen. Und wenn nicht? Ein Loblied hilft auch in grauen Morgenstunden. Denn Gott ist ja da, in der Nacht, am Morgen und an jedem Tag. "Gib mir den Segen für den Tag, gib dass er gut gelingt."  Mit Lob und Dank verbindet sich die Bitte um Gottes Segen für den Tag, der vor uns liegt. Ein neuer Tag aus Gottes Hand, geschenkte Zeit  - möge sie gesegnet sein.

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