Kostbarer Schatz

Gedanken zum Sonntag 9. August (Neunter nach Trinitatis) von Pfarrer Dr. Martin Streck

Streck

Ich kann’s verstehen! Da wurde vor einiger Zeit in Dresden eingebrochen, ins Grüne Gewölbe. Schmuck von einmaliger Schönheit wurde gestohlen. Man hat es erst am Morgen danach gemerkt.

Klar, Einbruch und Diebstahl sind Verbrechen. Man kann es nicht entschuldigen. Doch irgendwie kann ich es verstehen. Lange ist es her, dass ich dort war. Den grünen Diamant sah ich da. Sagenhaft, wie er funkelte! Ich war und bin verzaubert.

Ich bin nicht cool und geschickt genug, um irgendwo einzubrechen. Ich bleibe vernünftig: dass ich diesen Diamanten im Museum sehen kann, ist mir genug. Dennoch: ich kann verstehen, dass dieses Funkeln Menschen so sehr in seinen Bann schlägt, dass sie den Stein unbedingt haben wollen.

Außerordentlich ist, was Jesus erzählt: Da findet einer einen Schatz in einem Acker. Schnell verkauft er, was er hat, und kauft den Acker. Einem Kaufmann wird eine sehr kostbare Perle angeboten. Auch er versetzt, was er hat, um die Perle zu erwerben.

So ist das Reich Gottes! Es gibt Menschen Mut. Sie werden aktiv. Riskieren alles. Energisch, überlegt und mit allen Mitteln gehen sie vor, um dabei zu sein. Ich wünsche allen Menschen diese Kraft und dieses Feuer!

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