18/04/2026 0 Kommentare
Der Hirtensonntag
Der Hirtensonntag
# Sonntagsgedanken

Der Hirtensonntag
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. So beginnt der wohl bekannteste Psalm 23. Jesus als der gute Hirte gemeinsam mit uns, seinen Schafen.
Wir als Schafe können uns glücklich schätzen, solch einen Hirten zu haben:
Einen, der uns durch sein eigenes Leben Vorbild ist.
Einen, der für jedes einzelne Schaf höchst persönlich da ist.
Einen, der sein eigenes Leben sogar hingegeben hat und uns das ewige Leben gibt.
Aber mit den Schafen, also uns Menschen, ist das nicht so einfach. Keiner von uns gleicht dem anderen, und neben Harmonie und Nächstenliebe gibt es eben auch Neid und Streit, Zweifel und Ängste. Immer wieder geht der Blick nach rechts und links, um auszuloten, was andere haben und ich nicht, was andere können und ich nicht, was andere schon erreicht haben und ich nicht, wie andere wertgeschätzt werden und ich nicht.
Schaut nicht auf die anderen, denen es anscheinend besser geht, sondern schaut auf das, was jedem ganz persönlich geschenkt wurde - Jesus Christus und die Gemeinschaft mit ihm.
Jesus will unser Hirte sein, einer, der uns liebevoll durch unser Leben führt. Und ein Hirte lässt seine Herde nicht allein. Er geht voran, kennt den Weg, schützt vor Gefahren und sorgt für das, was nötig ist. Jesus hat uns durch sein eigenes Leben gezeigt, wie ein Leben aussehen kann.
Das zu erkennen und im eigenen Leben zu erfahren, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Geschenk – eine Gnade. Die Gnade, dass wir von ihm gekannt sind, dass wir ihm nicht gleichgültig sind und dass er sich um uns kümmert, auch dann, wenn wir es nicht immer spüren. Die Gnade, geführt zu werden, selbst in Zeiten der Unsicherheit.
Wer das begreift, darf zur Ruhe kommen: Nicht der Vergleich mit anderen bestimmt unseren Wert, sondern die Gewissheit, dass wir von Jesus gesehen, geliebt und begleitet sind – wie Schafe von ihrem guten Hirten.
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