17/04/2026 0 Kommentare
Ich glaube - hilf meinem Unglauben!
Ich glaube - hilf meinem Unglauben!
# Sonntagsgedanken

Ich glaube - hilf meinem Unglauben!
In der Kirche steht heute ein Altar, der leer bleibt - schwarz verhüllt. Das Licht der letzten Kerze ist erloschen.
Vielleicht spiegelt sich darin etwas wider: An was kann ich glauben, wenn alles weg ist? Wenn es keine Wegmarkierungen mehr gibt? Wenn ich mich von allem und jedem verlassen fühle? Wenn am Ende nur noch ein einziger Schrei bleibt?
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Diesen Schrei ruft Jesus mit letzter Kraft am Kreuz in den dunklen Himmel. Der Schrei bleibt unerwidert. Wo war Gott? Warum all das Leid?
Paulus sagt dazu einen überraschenden Satz: Gott war in Christus. Nicht fern, nicht unbeteiligt. Sondern mitten im Dunkel, mitten im Leid. Und er weicht ihnen nicht aus. Er bleibt und gibt sich ganz und gar dahin.
Karfreitag zeigt mir: Gott geht nicht auf Abstand. Er hält das Dunkel aus. Er weicht nicht aus.
Das Kreuz erinnert mich genau daran: Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen. Auch nicht der Moment, in dem alles leer scheint.
Im Angesicht des Kreuzes darf ich ehrlich bleiben und rufen: Ich glaube – hilf meinem Unglauben.
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